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U21: Souveräner Finalauftakt

U21 Laupen01Es war ein illustres Trüppchen, welches sich um 11:00 Uhr in Seftigen einfand. Die Spielerinnen mit den persönlichen Fans, die Coaches und last but not least: der Chauffeur mit seinem Car. Nachdem kurz in Interlaken sowie nach dem Brünig gestoppt wurde, waren wir in windeseile (wenn man die letzten Ausflüge um Playoffunihockey zu spielen betrachtet) in Wald ZH angelangt. Die Stimmung war gelassen, bei einigen war die bevorstehende Finalpremiere spürbar. Die Devise lautete: diese Anspannung in positive Energie umzuwandeln.

Viel positive Energie brachten auch die zahlreich, aus dem Oberland nach Zürich gepilgerten, Beo-Fans mit. Ob beim Ballonaufblasen, beim Herumklettern in höheren Gefilden oder im Schmieren der Stimmbänder, überall wurde mächtig Hand angelegt.

Nun war alles bereit, die Halle mächtig gefüllt, die Beo Spielerinnen aufgereiht, die Laupen Funktionäre hatten den Play-Knopf gefunden und die Nationalhymne schallte aus den Lautsprechern. Zu hoffen war nun, dass unsere Juniorinnen das Unihockeyspielen besser im Griff haben als das Singen der Hymne.

Nach nur wenigen Minuten war klar, wer hier die Playoff-Nervosität in mehr positive Energie umwandeln konnte: es waren die Gäste aus dem Oberland. Die Euphorie wurde jedoch jäh gebremst, als eine Lauperin nach der ersten guten Chance für die Hausherrinnen gedanklich schneller als die Beo Hintermannschaft war und den Abpraller ihres eigenen Torschusses ins Netz spedierte. Gefordert war nun eine rasche Reaktion, welche Postwendend kam: Katja Würsten schob nach einer Drehung, auf welche manch eine Ballerina neidisch gewesen wäre, ein. Nicht genug des Startwahnsinns, Laupen ging nach acht gespielten Minuten erneut in Führung. Diesmal warteten die sich die Seele aus dem Leib schreienden Fans länger auf eine Rektion warten, aber das warten lohnte sich! Fanny Holmberg stibitzte in der 17. Minute das Rund von einer Verteidigerin und hob es in den Netzhimmel. Den Doppelschlag machte Karin Wenger perfekt, welche unsere Farben eine Minute vor Drittelsende erstmals in Führung schoss.

Der Mittelabschnitt hat kaum begonnen, schon durfte das Vogulisi zum 4. Mal angestimmt werden. Ein schneller Abwurf unserer von da an absolut souverän auftretenden Keeperin Anja von Allmen zu Karin Wenger welche Patricia Greber lancierte, diese schloss die ansonsten perfekte Kombination mit einem eher missratenen Schuss ab. Zu Spielhälfte konnte Laupen den Anschlusstreffer verbuchen, ein wenig neue Hoffnung keimte auf. Wie noch jedes Mal hatten die Bernerinnen eine passende Antwort zur Hand. Es dauerte erneut nur etwas mehr als eine Minute, bis der alte Vorsprung wiederhergestellt war. Karin Wenger profitierte von Abstimmungsproblemen in der Laupner Defensive, zog alleine auf das Tor los und drückte den Ball irgendwie (es will ihr Geheimnis bleiben) über die Linie. Mit der 5:3 Führung durfte Beo den Gang zur Verschnaufpause unter tosendem Applaus antreten. Kusi, Regä und Jönu waren zufrieden mit dem Gezeigten und die Spielerinnen sowie die lautstarke Unterstützung hatten sichtlich Spass!

Nun könnte man meinen, Laupen bäumte sich nochmals auf. Doch wie jedes Mal kamen unsere Heldinnen des Tages besser aus der Kabine erstickten die Bemühungen der Hausherrinnen im Keime. Erneut war es Langfinger Holmberg, welche die Verteidigerin erneut ohne Ball dastehen liess, Patricia Greber profitierte und feuerte den frei herumliegenden Ball in die Maschen. Da war der Widerstand gebrochen. Fanny Holmberg mit ihrem zweiten Tor des Spiels und dem dritten von sieben Scorerpunkten lies Beo definitiv auf Wolke sieben schweben. Captain Nina Bühler netzte zum 8:3 ein, 53 Minuten waren zu diesem Zeitpunkt gespielt. Meisterdiebin Holmberg schob nach einem erneuten Akt des Klauens ins leere Tor ein. Den Schlusspunkt setzte Patricia Greber mit dem Tor zum 10:3, als sie aus der Entfernung abzog und das Beo-Kollektiv definitiv in Ektase versetzte.

Es war eine gute Leistung der Oberländerinnen, welche nur noch weniges zu optimieren haben, bis sie am Ostermontag zum Heimspiel einladen: Die unnötigen Strafen reduzieren und die Nationalhymne auswendig lernen. Ansonsten war es ein Sieg des Kollektivs, welches vor allem in Sachen Team- und Kampfgeist dem Gegner überlegen war. Nun ist am Montag um 16:00 in Seftigen eine vehemente Reaktion der Zürcherinnen zu erwarten, nach dem heutigen Tage ist aber davon auszugehen, dass auch dann die Oberländerinnen eine Antwort bereit haben werden.

Anmerkung des Autors: «Zum Glück werden Matchberichte schriftlich erstellt» - ein mittlerweile stimmloser Fan.
UHC Laupen ZH - Unihockey Berner Oberland 3:10 (2:3, 1:2, 0:5)
Sporthalle Elba, Wald ZH. 243 Zuschauer. SR Bucheli/Margraf.
Tore: 6. A. Holst 1:0. 7. K. Würsten (J. Zurbriggen) 1:1. 9. C. Bertini (A. Holst) 2:1. 17. F. Holmberg (K. Wenger) 2:2. 19. K. Wenger (F. Holmberg) 2:3. 23. P. Greber (K. Wenger) 2:4. 31. G. Behluli (A. Wildermuth) 3:4. 32. K. Wenger 3:5. 42. P. Greber (F. Holmberg) 3:6. 52. F. Holmberg 3:7. 53. N. Bühler (F. Holmberg) 3:8. 56. F. Holmberg 3:9. 59. P. Greber (F. Holmberg) 3:10.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen UHC Laupen ZH. 4mal 2 Minuten gegen Unihockey Berner Oberland.
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