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U21: Serie wieder ausgeglichen

Mischi 02Die Halle war reichlich geschmückt, die Fans strömten langsam in die Raiffeisen-Arena in Seftigen, alles war angerichtet für den zweiten Akt im Playoff-Final der Juniorinnen U21A. Gespannt durfte man darauf sein, ob denn nun die BEO-Funktionäre die Technik besser im Griff haben als die Zürcher Kollegen. Die Antwort lieferte uns denn im Handumdrehen das Quietschen des Mikrofons.

Den BEO-Fan interessierte indes mehr, ob denn nun die Spielerinnen ihre Hausaufgaben, das Erlernen der Nationalhymne, erledigt haben? Auch hier musste die Frage mit Nein beantwortet werden. Das Positive daran: noch bleiben uns ja mindestens zweit weitere Spiele, um die Gesangskünste zu verbessern.

Nachdem alle Zuschauer wieder platzgenommen hatten, war die volle Aufmerksamkeit den Gladiatorinnen auf dem Feld gewidmet. Es entwickelte sich in den ersten Minuten ein Spiel, wie es zu Serienbeginn in Laupen zu erwarten gewesen wäre: geprägt von Ballverlusten und Ungenauigkeiten, welche wohl auf die Nervosität zurückzuführen waren. Keines der Teams konnte sich klare Torchancen erarbeiten, gelegentliche Distanzversuche brachten dabei noch die grösste Gefahr. Manch ein Fussballexperte hätte von Geplänkel im Mittelfeld gesprochen, wo beide Teams bemüht waren, jedoch nichts Zählbares herausgeschaut hätte. So konnten beide Torhüterinnen ihren Kasten sauber halten, bis die Sirene das erste Mal erklang.

Der zweite Umgang ging los wie die Feuerwehr, gleich zwei Topchancen auf beiden Seiten, das erste Tor der Partie lag nun in der Luft. Es waren letztlich die Oberländerinnen, welche als erstes Team in der 23 Spielminuten zu einem Torerfolg kamen: Pascale Huber stand dort, wo eine Stürmerin stehen muss und staubte zur BEO-Führung ab. Wie jedoch bereits im ersten Spiel hielt die erste Führung der Partie nicht lange bestand. In Holmberg-Manier entwendete eine Laupner-Stürmerin der gedanklich noch beim Torjubel scheinenden BEO-Verteidigerin den Ball und versenkte zum 1:1 Ausgleich, nur 16 Sekunden nach Wiederanpfiff. Von da waren nicht nur die Zürcher Anhänger, sondern auch die Unihockeyspielerinnen die aktiveren in der Halle als das BEO-Kollektiv. In der Folge konnten sich beide Torhüter auszeichnen, die klareren Torchancen hatten jedoch die Zürcherinnen, welche dann auch in der 34 Minute in Führung gingen. Gleich drei Bernerinnen entging eine Zürcherin, die sich in deren Rücken bei einem Tempogegenstoss davonstahl und den mustergültigen Querpass nur noch einschieben musste. Nun war BEO wachgerüttelt und erkämpfte sich vermehrt Torchancen, ohne jedoch den Ball im Tor unterbringen zu können. So nahm Laupen den knappen Vorsprung mit in die Pause.

Gestärkt mit einer BEO-Bratwurst setzten sich die Zuschauer wieder auf ihre Ränge, um nun endlich das UH BEO-Gesicht von vergangenem Samstag zu sehen: Es wurde mächtig Druck auf das Laupner Gehäuse ausgeübt. Während sich die Gäste nun mehrheitlich auf das Wegspedieren von Bällen und gelegentlich einen Konter fahren beschränkte, suchte BEO nach zündenden Ideen in der Vorwärtsbewegung. Die Bemühungen waren jedoch nicht von Erfolg gekrönt und erhielten einen starken Dämpfer, als eine Zürcher-Verteidigerin von der eigenen Grundlinie loszog und aus 12 Metern abzog. Fünf Minuten vor Schluss betrug das Defizit von BEO nun also erstmals zwei Tore. Die Coaches versuchten mit einem Time-Out den Turnaround herbeizuführen und noch einmal alles in die Waagschale zu werfen. Leider aber blieb der erhoffte Anschlusstreffer aus, im Gegenteil, Laupen schien mit dem 4:1 vier Minuten vor dem Ende den Deckel drauf machen. Als jedoch Karin Wenger nach 56 Minuten und 30 Sekunden im Gewühl vor der Lupen-Hüterin als einzige den Durchblick bewahrte, den Ball herausfischte und problemlos einnetzte, keimte nochmals ein wenig Hoffnung im Berner Oberland auf. Das Spiel ohne Torhüter funktionierte zwar, reüssieren konnten die BEO-Juniorinnen dennoch nicht mehr und mussten so Zuhause den Ausgleich in der Serie hinnehmen.

Nach dem furiosen Auftritt bei der ersten Begegnung wurden die Bernerinnen daran erinnert, dass der Weg zum Ziel über Kampf, Leidenschaft und vor allem über Teamgeist führt. Alle dies liessen die Berner Oberländerinnen ein wenig Vermissen, doch wir alle wissen, dass diese jungen Damen das unvergleichlich gut draufhaben. Die Eigenfehler und primär Ballverluste in der Vorwärtsbewegung müssen jedoch wieder reduziert und den Zug in Richtung Tor wiedergefunden werden. Laupen hat das Spiel aus einer soliden defensiven Ausrichtung heraus gewonnen, vor allem der Rückhalt zwischen den Pfosten wusste zu überzeugen. Man kann sich jedoch sicher sein, dass Kusi und co. bereits einen Schlachtplan zurechtgelegt haben, um dieses Bollwerk erneut zu knacken und am kommenden Samstag den nächsten Schritt zu machen.

Unihockey Berner Oberland - UHC Laupen ZH 2:4 (0:0, 1:2, 1:2)
RAIFFEISEN Arena Gürbetal, Seftigen. 364 Zuschauer. SR Bucheli/Margraf.
Tore: 23. P. Huber (L. Willener) 1:0. 23. G. Behluli 1:1. 34. S. Hutter 1:2. 55. S. Aerne 1:3. 56. M. Rüegg (L. Moser) 1:4. 57. K. Wenger 2:4.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Unihockey Berner Oberland. keine Strafen.


PS: Auch für das nächst Spiel organisiert UH BEO einen Fancar.
Abfahrt: 11.15 Uhr RAIFFEISEN Arena Gürbetal, Seftigen
Zwischenhalt: 11.45 Uhr Bahnhof Interlaken Ost
Spiel: 15.00 Uhr Sporthalle Elba, Wald
Kosten: CHF 30.00 Ü16 | CHF 20.00 U16 (Barzahlung vor Ort)
Anmeldungen: René Willener: 079 344 80 69 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bis DO, 05.04.2018 - 18.00 Uhr

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