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Oberländer Unihockeyaner mit starken Auftritten an den Prag-Games

G16 AndreaSoltermann 01Die dritte Teilnahme an den Prag-Games, war für die beiden führenden Oberländer Unihockeyvereine UHC Thun, sowie Unihockey Berner Oberland, wiederum ein voller Erfolg. Neben einer perfekten Organisation, kam die fast 150-köpfige Delegation auch in den Genuss, mehrerer sportlicher Höhepunkte. Dank dem Sieg der Berner Selektion, in der Kategorie B14, reihten sich am Ende gar zwei Thuner Nachwuchsspieler unter die begehrten Medaillengewinner. Dies die Kurzbilanz der vergangen Woche in Prag.

Abreise am Sonntag in den frühen Morgenstunden
Pünktlich um 6.00 Uhr, machten sich die drei Reisecars der Firma Ott Transporte, auf die lange Fahrt, mit dem Ziel, am frühen Abend die Tschechische Hauptstadt zu erreichen. Neben der Vorfreude auf attraktiven Unihockeysport, waren die Teilnehmer natürlich auch gespannt, was sie in Bezug auf Infrastruktur und kulinarischen Angebot in diesem Jahr erwartet. Die letzte Austragung war in dieser Hinsicht sicher noch bei vielen in Erinnerung. Um es vorweg zu nehmen, der ominöse «schmucke» Stadtteil, mit der «luxuriösen» Unterkunft, sowie den «unzähligen» Einkaufsmöglichkeiten, wo ein legendärer Wassereinkauf eine Begleitpersonen (H.U. A. aus Thun, Name der Redaktion bekannt) praktisch in den finanziellen Ruin trieb, blieb der diesjährigen Delegation erspart.G14 AndreaSoltermann 04

Ideale Infrastruktur im Stadtteil Slavia
Der umsichtige Martin Wenger, welcher in diesem Jahr als OK-Mitglied nicht nur für die Unterkunft und das Abendessen verantwortlich war, sondern wiederum die gesamte Delegation mit den hochwertigen Prag-Games-Shirts und einem praktischen Rucksack ausrüstete, fand im Stadtteil Slavia ein ideales Hotel, welches den Ansprüchen voll und ganz entsprach. Das nahegelegene Einkaufscenter lies dabei vor allem bei den weiblichen Teilnehmer das Herz höher schlagen. Ein gemütlicher Shopping-Abstecher war bei vielen jeweils der ideale Abschluss nach einem intensiven Tag.
Einige Männer schätzten eher die 24-stündige Einkaufsmöglichkeit. Schliesslich war es nicht immer allen möglich bereits vor Mitternacht in der Lobby einzutreffen. Weiter waren die Barkeeper auch eher in die Rubrik «Arbeitsscheu» einzustufen.
Daher mussten um das verdiente «Fyrabä-Bier» oder ein anderer Drink einzunehmen, zum Teil einige Hürden überwunden werden. Mit nächtlichen Einkäufen konnte dieser Problematik entgegengesetzt werden.
Zwar standen auf den «Einkaufszettel» einiger Teilnehmer ab und zu auch spezielle Utensilien. Unter den prominentesten Shopper fand man auch den mittlerweile zurückgetretenen und langjährige UHC Thun Kapitän Jonas Wettstein, welcher dabei Ausschau auf besondere Schnäppchen hielt. Jönu sollte bei seinem Vorhaben jedoch nicht erfolgreich sein. Der Tiefpunkt seiner Anstrengungen war, als ihm kurz vor Eintritt der Morgendämmerung, ein anderer Mitternachts-Shopper, ein äusserst attraktiven Preishit, in der Form eines Staubsauggers, vor der Nase wegschnappte. Da waren die Einkaufsstrategien anderer Teilnehmer meist erfolgreicher. Und so kamen schliesslich doch immer alle durstigen Begleitpersonen am Ende des Tages zum verdienten «Schlummertrunk» an der Hotellobby.

Angst vor Wecker- Diebstahl
G14 AndreaSoltermann 03Zurück zum Hotel.
Die Zimmer waren im Vergleich zum Vorjahr sehr grosszügig und einladend. Einzig das Hotelpersonal schien bei den jüngsten Teilnehmerinnen nicht so einen vertrauenswürdigen Eindruck zu hinterlassen. Daher wurde im sogenannten «Höigümper-Zimmer», aus Angst vor befürchteten Diebstählen, selbst der Wecker tagsüber hinter der sicheren Tresortüre verschlossen. In Anbetracht der Tatsache, dass Norina, Aline und Michèle am Morgen immer pünktlich beim Frühstück erschienen, wird davon ausgegangen, dass sich diese Vorsichtsmassnahme vor möglichen Langfingern durchaus bezahlt machte. Andere aus der Kategorie G14 hatten indes mit dem Tresor weniger Glück. Ohne die korrekte Geheimzahl liess sich dieses Teil leider nicht mehr öffnen. Dank der gütigen Unterstützung vom «Hausmeister» kamen die betroffenen Girls schliesslich dennoch wieder an ihre Wertsachen.

Die Tücken bei der Hallensuche
Die ersten Tage standen wiederum ganz im Zeichen der Akklimatisierung. Neben Trainingseinheiten, waren auch einige Trainingsspiele geplant. Dabei zeigten die fünf Oberländer Nachwuchsteams vom UH Thun und Unihockey Berner Oberland, dass sie mit der starken Konkurrenz durchaus mithalten, oder diese teilweise sogar dominieren konnte. Die grösste Herausforderung waren dabei die kurzfristigen Spielverschiebungen der angesetzten Vorbereitungsspiele. Die eingespielten Trainerteams, sowie deren Teamkoordinatoren wussten jedoch auch für diese Herausforderung jeweils die passende Lösung und so wurden die Spielstädte immer pünktlich erreicht. An dieser Tatsache sollte sich später auch während des ganzen Turniers nichts ändern.

Da hatten Andere mehr Mühe, und machte anstelle des Besuches eines Spieles, eine abwechslungsreiche Tramfahrt in einen anderen Stadtteil von Prag. Leider zur falschen Halle. Zur Ehrenrettung dieser Person: Dieses Malheur ist einem begnadenden Teamkoordinator beim Rekognoszieren einige Tage zuvor auch bereits passiert. Ansonsten fanden die treuen und zahlreichen Fans die unzähligen Hallen immer ohne grössere Probleme.
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Rückflug fiel aus
Pünktlich zum Turnierstart trafen noch weitere Fans in Prag ein. Diese bevorzugten mehrheitlich die kürzere Reisezeit mit dem Flugzeug und konnten somit die mehrstündige Fahrt mit dem Reisecar umgehen. Doch auch die Fliegerei hatte so seine Tücken.
Diese Erfahrung machte ein mitgereister U21-Spieler vom UHC Thun. Anstatt Sonne, Strand und Meer, folgte nach einem frustrieren und wahrscheinlich eher unspektakulären Tag in den Wartehallen vom Flughafen Prag, am Abend die ungeplante Rückkehr zur Delegation. Dass Dario bei seinem geplanten Vorhaben von der Flugangst heimgesucht wurde, ist jedoch nur ein heimtückisches Gerücht und konnte bisher noch nicht definitiv bestätigt werden.G14 G16 Teamfoto

Militärische Disziplin bei den BEO-Girls G16
«Disziplin ist alles». Dieser Vorsatz wird vielfach beim Militär angewendet.
Die Girls der G16 bewiesen nun in Prag, dass eiserne Disziplin, einiges vereinfachen kann. Dank einigen einfachen militärischen Grundregeln, welche die Teenager mit dem fachkundigen Wachtmeister Thierry Wölfli kurzerhand einübten, konnte vor allem beim sogenannten «Antrittsverlesen» vor den geplanten Verschiebungen, viel kostbare Zeit eingespart werden.
Mit Disziplin und grossem Kämpferherz wurden auch beachtliche Resultate herausgespielt. Unter dem Motto: «Abschlüss näh, de gheiä de diä scho ichä», oder «äs cha numä ei Sieger vom Platz gah», erspielten sich die älteren BEO-Mädchen den zweiten Gruppenplatz.
Als Höhepunkt bezeichneten die Spielerinnen das 1:1 Unentschieden in der Gruppenphase gegen den späteren Gruppensieger Lerum FBC aus Schweden. «Mir hei ir Hamr Halle, hamr gspieut». Dies die Aussage vom Trainerstaff nach dieser Topleistung. Als Tiefpunkt wurde die Niederlage im abschliessenden Gruppenspiel genannt.
«Wiederum konnten wir an den Prag-Games viele wertvolle Erfahrungen sammeln». Diese das Schlussfazit der G16-Spielerinnen, welche das Turnier im 1/8- Final des A-Tableau beendeten.
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Dank tollem Teamzusammenhalt bis in den Viertelfinal vorgestossen
G14 Teamfoto«Eine für Alle, Alle für Eine». Unter diesem Motto nahmen die jüngeren Girls vom UH BEO ihr Abenteuer in Angriff. «Unihockey läbe», war dabei ein Zitat, welches ihnen von Edith, einer der drei Trainerinnen, immer wieder eingetrichtert wurde. Und Unihockey wurde bei diesen Mädchen wahrlich gelebt. Auch die G14 erreichte den 2. Gruppenrang und konnten dank einem weiteren Sieg in der Ko-Phase sogar bis ins Viertelfinale des A-Tableaus vorstossen.
Leider fanden die aufopfernd kämpfenden Oberländerinnen gegen eine Auswahl von Zug United kein Siegesrezept. Dennoch wurde diese Spiel, wegen der grossartigen Stimmung welche in der Halle herrschte, nachträglich als das grosse Highlight bezeichnet.
Dass sich unter den Supportern sogar noch einige U21 BEO-Spielerinnen befanden, welche seinerseits mit einer Delegation von Basel United unterwegs waren, machte die Juniorinnen besonders stolz.

B13 scheiterten zweimal im Penaltyschiessen
Während die BEO-Girls pünktlich und vorbildlich zum Redaktionsschluss das verlangte Statement zum vergangenen Turnier einreichten, wartet die Redaktion bis heute auf ein Feedback sämtlicher drei Thuner Teams. Einzig ein Staff Mitglied der B13 gab kurz Auskunft, wollte jedoch partout nicht namentlich erwähnt werden. Dies ist sehr verwunderlich, schliesslich war dieser aktuelle Übungsleiter, während den Zeiten als Aktivspieler, eher als Mann der grossen Worte, anstelle der grossen Taten bekannt. Wie sich die Zeiten auch ändern.
Nichts desto trotz, werden wir als pflichtbewusstes und seriöses Medium, diesem Wunsch nach Anonymität selbstverständlich erfüllen. Die anonyme Person, welche nebenbei noch als Geschäftsführer von Swiss Unihockey arbeitet, gab letztlich folgende Rückmeldung bekannt: «Die B13-Boys sind das einzige Team, welches kein Spiel in der offiziellen Zeit verloren hat».
In der Tat, zweimal mussten sich die Jungs erst im Penaltyschiessen geschlagen geben. Die restlichen Spiele wurden allesamt gewonnen.
Das Team von Adi Saurer, Jonas Wettstein und dem Assistent, welcher explizit nicht namentlich erwähnt werden möchte, beendete das Turnier schliesslich im 1/4-Final des B-Tableaus.

B15 beendeten Turnier unglücklich und äusserst knapp
Ebenfalls im B-Tableau endeten die Prag-Games der B15-Junioren vom UHC-Thun. Die Gruppenphase wurde dank zwei Siegen auf dem 2. Gruppenrang abgeschlossen. Der Auftakt in die Ko-Phase endete mit einer 3:6 Niederlage gegen LBC Liberec. Im B-Tableau folgte ein weiterer Sieg. Nach der unglücklichen 0:1 Niederlage im Achtelfinal war dann jedoch definitiv Schluss für die Truppe von Simon Isenschmied, Jonas Indermühle und Dario Schneider.
B17 schieden gegen späteren Finalist aus Ebenfalls mit demselben Resultat verabschiedeten sich die Ältesten der aktiven Delegationsmitgliedern aus dem Turnier. In einem spektakulären Spiel verloren die B17-Jungs, unter der Leitung von Sam Graf,
Rolä Küenzi und Sam Anneler, gegen den späteren Finalisten Bears Floorball aus Schweden. Und dies wie erwähnt äusserst unglücklich und knapp.
Zuvor erreichten die Thuner in der Gruppenphase den dritten Gruppenrang. Im ersten Ko-Spiel wurde der 1.MFIL Ostrava aus Tschechien gleich mit 6:1 weggeputzt. Im 16-Final war dann leider Schluss für die B17-Truppe.G14 AndreaSoltermann 02

Janis Reusser und Thierry Waber gewannen Gold
Somit schaffte auch bei der dritten Teilnahme kein Oberländer Team den Sprung in ein Finalspiel vom Samstag. Die Wahrscheinlich dass sich an dieser Tatsache jedoch in naher Zukunft etwas ändert ist durchaus realistisch. Die Spiele zeigten, dass die Lücke zu den absoluten Spitzenteams, welche zum Teil aus reinen Auswahlen bestehen, weiter verkleinert werden konnte. Ganz mit leeren Händen mussten die Oberländer Prag jedoch nicht verlassen. Die beiden Thuner Junioren Janis Reusser und Thierry Waber gewannen mit der Berner Auswahl, unter der Regie von Adrian Schöni, dem neuen Sportlichen Leiter vom UHC Thun, in der Kategorie B14 den Final klar und deutlich mit 8:1 Toren. Als Spieler der ersten Sturmlinie, waren die beiden massgeblich an diesem Turniersieg beteiligt.

Grosser Dank an die Organisatoren und die zahlreichen Helferinnen und Helfer
G16 AndreaSoltermann 02Abschliessend bedankt sich die Delegation beim gesamten Organisationkomitee, den Teamkoordinatoren, den Trainerstaff‘s, sämtlichen Helferinnen und Helfer in den verschiedensten Funktionen für dessen unermüdlichen Einsatz vor und während den Prag-Games 2019.
Dank diesem grossen und uneigennützigen Engagement, kamen die Girls und Jungs in den Genuss einer unvergesslichen Woche, an die sie sich noch lange erinnern werden.

«Merci viu, viu mau»

Prag Delegation 2019
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