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BEO in Finnland: Céline Stettler - Teil III

BEOinFIN Teil 03Céline Stettler startete Mitte Juli ihr grosses Abenteuer und zog nach Finnland. Bei PSS will sie wertvolle Erfahrungen sammeln und ihren Horizont erweitern. Im Rahmen einer Kolumne meldet sie sich regelmässig aus dem hohen Norden - hier ist der nächste Teil über die Meisterschaft, den Job und das Leben.


Meisterschaft

Wie vielleicht einige auf Unihockey.ch bereits gelesen haben, verlief unsere Saison soweit eher stockend. Der Beginn war sehr gut, wir konnten die ersten 3-4 Partien für uns gewinnen. Danach folgte jedoch ein Knick. Teilweise waren wir klar das bessere Team mit mehr Ballbesitz und Chancen, konnten aber die Abschlüsse nicht verwerten. Die Effizienz fehlte und ist noch jetzt teilweise ein Problem. Wir müssen aber einfach immer und immer wieder in den Abschluss gehen um so viele Chancen wie möglich kreieren, damit wir die nötigen Tore erzielen können. Unser Spiel sonst funktioniert.
Zwischen Ende Oktober und Beginn November hatten wir eine grosse Down-Phase, wo wir sogar aus dem Finnischen Cup geflogen sind und Spiele, die wir klar hätten gewinnen müssen, noch verloren haben. Jedenfalls konnten wir nun die letzten Partien wieder für uns entscheiden. Sogar ein klarer Sieg gegen den grössten Ligakonkurrent SB-Pro war dabei. Wir haben etwas an unseren Trainings geändert und Mentaltrainings absolviert, was uns zu helfen scheint.
Ich bin überzeugt, dass wir nun auf dem richtigen Weg sind und schlussendlich kommt es sowieso auf die Playoffs drauf an ;)

Aus einem Spiel
Job
Das wohl negativste in dieser Zeit war die ganze Jobsituation. Aufgrund von Corona bin ich dazumal im Juli ohne Job nach Finnland gekommen. Nach einer Weile konnte ich mithilfe des Vereins ein Job im Mc Donalds beginnen. Dies stellte sich aber als schlechte Entscheidung heraus. Die Arbeit war hart und ich war ständig müde und Nacht- wie Wochenend- Schichten wurden verlangt. Dies war logischerweise nicht möglich für mich, was mich zur Kündigung nach nur 1.5 Monaten zwang.
Alle Möglichkeiten, die der Verein zuvor hatte waren verschwunden, da die Geschäfte entweder geschlossen waren oder sie aufgrund Corona keine neuen Arbeitende einstellen konnten.
Ich begann dann einen Homeoffice-Job bei meinem Personal Sponsor Fisolan AG. Hier konnte ich kleine Arbeiten auch von Finnland aus erledigen.
Bereits im Oktober bekam ich dann die Möglichkeit in einem englischen Kindergarten/Kita zu arbeiten, was perfekt gewesen wäre. Ich warte aber seit Juli auf meine Sozialnummer, die ich dringend benötige, um beispielsweise mit Kindern zu arbeiten oder auch ein Bankkonto zu eröffnen. Nach langem Papierkrieg bekam ich Ende November endlich diese Nummer und seitdem arbeite ich ca. 25-30 Stunden pro Woche für den englischen Kindergarten hier in Porvoo.

Leben
Ich liebe Finnland und ich liebe das Unihockey hier. Das Team ist grossartig und ich habe viele neue und wertvolle Freundschaften geschlossen.

An einer Feier mit Teamkolleginnen
Jedoch gibt es auch negative Seiten und die gehören genauso zum Leben wie die Positiven und deshalb will ich diese nicht vorenthalten. Ich habe oft damit gekämpft, dass ich nicht wusste wann ich nach Hause kommen kann und das Heimweh nach über 5 Monaten doch sehr gross war. Ich hatte Mühe, dass ich nach einem schlechten Spiel beispielsweise nicht zu Hause bei meiner Familie und den Ärger rauslassen konnte. Als ich quasi arbeitslos war und viel Zeit zum Nachdenken hatte, fühlte ich mich oft alleine, obwohl ich es nicht war.

In der Stadt mit Teamkolleginnen
Die «Ausländerin» zu sein ist sicher auch etwas, dass nicht immer nur schön ist. Oft war ich planlos, da ich die Sprache nicht verstand. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte mich nie jemand besuchen. Ich hätte so gerne mein neues Zuhause meiner Familie und Freunden gezeigt.
Doch trotz allem fühle ich mich gesegnet und ich kann hier immerhin noch Unihockey spielen, im Gegensatz zur Schweiz, wo die Saison schon lange unterbrochen ist. Da Finnland relativ tiefe Corona-Fallzahlen hat, kann das Leben hier fast normal gelebt werden. 
Zudem gibt mir PSS ein Zuhause und ich geniesse meine Rolle unglaublich.

Nächsten Montag werde ich endlich für die Festtage nach Hause fliegen. Ich kann es kaum erwarten...!

Schweizerabend

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