25.04.2026
Juniorinnen C1 krönen starke Saison mit dem Vize-Schweizermeistertitel
Spannung, Emotionen und ganz viel Herzblut – die Saison der Juniorinnen C1 hätte kaum einen passenderen Abschluss finden können. Erst im letzten Gruppenspiel der Meisterschaft sicherte sich das Team mit einem hart umkämpften 4:3‑Sieg gegen UH Lejon Zäziwil den Gruppensieg und damit die Qualifikation für die Schweizermeisterschaft. Diese fand am 18. und 19. April 2026 in Langenthal statt – ein Meilenstein für Spielerinnen, Trainerinnen und das gesamte Umfeld.
Der Start ins Turnier am Samstag verlief jedoch alles andere als optimal. Im ersten Gruppenspiel gegen die Kloten‑Dietlikon Jets war die Nervosität deutlich spürbar. Gegen einen starken und sehr effizienten Gegner fanden die BEO-Mädchen nur schwer ins Spiel und mussten sich klar mit 1:6 geschlagen geben. Die Enttäuschung war gross, doch das Team richtete den Fokus schnell nach vorne.
Vor dem zweiten Gruppenspiel gegen die Jona Uznach Flames war die Ausgangslage klar: Mindestens Rang zwei musste her. Obwohl rein rechnerisch ein Unentschieden gereicht hätte, wollte sich niemand darauf verlassen. Die erste Halbzeit verlief dennoch verhalten, UH BEO lag zur Pause mit 1:2 zurück. In der Garderobe fanden Trainerinnen Edith und Manuela die richtigen Worte. Mit neuer Energie und Selbstvertrauen drehte das Team nach der Pause auf, zog zwischenzeitlich auf 6:3 davon und brachte den knappen, aber verdienten 7:6‑Sieg mit viel Kampfgeist ins Ziel. Der Halbfinaleinzug war geschafft – pure Erleichterung und grosse Freude.
Am Sonntag wartete im Halbfinale mit Unihockey Langenthal Aarwangen das Heimteam und zugleich der Gruppensieger der anderen Gruppe. Getragen von einer beeindruckenden Kulisse zeigte UH BEO eine taktisch disziplinierte und mutige Leistung. Zur Pause führte das Team verdient mit 3:2. Auch in der zweiten Hälfte blieb das Spiel hochspannend. 40 Sekunden vor Schluss erzielte UH BEO den viel umjubelten Treffer zum 5:4 – der Finaleinzug war perfekt.
Im Endspiel kam es zur Revanche gegen die Kloten‑Dietlikon Jets. Erneut misslang der Start: Die Jets nutzten ihre Chancen konsequent und führten früh mit 4:0. Der Anschlusstreffer kurz vor der Pause brachte neue Hoffnung. In der zweiten Halbzeit kämpfte sich UH BEO mit Herz und unbändigem Willen zurück, kam bis auf ein Tor heran und glaubte bis zum Schluss an die Wende. Trotz grossem Druck und einem letzten Treffer 16 Sekunden vor Spielende reichte es am Ende knapp nicht. Das Spiel ging mit 4:5 verloren.
Die Enttäuschung war gross, doch sie wurde übertönt von lang anhaltendem Applaus der BEO-Fangemeinde. Vize‑Schweizermeisterinnen 2026 – ein Titel, der für eine aussergewöhnliche Saison, grossen Teamgeist und beeindruckende Leidenschaft steht. Darauf dürfen Spielerinnen und Trainerinnen stolz sein.
Und wir Eltern? Wir sind es ohnehin.
Autor: Andreas Popp
Foto: André Schmid