13.05.2026
D-Juniorinnen gewinnen das Finalturnier 2026
Ein persönlicher Elternrückblick:
Am Sonntag um 15:30 Uhr ging ein Jubelschrei durch die Halle. Nach einer unglaublich erfolgreichen Saison und der verdienten Qualifikation fürs Finalturnier krönten sich die D-Juniorinnen von UH BEO mit einem hart umkämpften 3:2-Finalsieg gegen die Rheintal Gators zu Siegerinnen des nationalen Finalturniers. Ein unvergessliches Wochenende fand damit seinen perfekten Abschluss.
Doch wie sah es wenige Tage vorher aus? Nervös? Jaaaaaa! Schlafen? Eher schwierig. Die Sicherheit aus der Vorrunde? «Papa, da isch no nüt gwunne!»
Kurzerhand wurde die Quartierstrasse zum Trainingsfeld umfunktioniert. Vorhand – Backhand, hohe Bälle, flache Pässe, lange Zuspiele – nichts wurde ausgelassen. Aufgeben als Vater? Keine Chance. «Papa, i cha nume mit dir üebe.» Unterbrochen wurden die Zusatztrainings höchstens durch Schule, Abendessen oder Dunkelheit.
Neben Chauffeur, Velomechaniker, Aufgabenhilfe und Pflästerlikleber kam plötzlich noch eine neue Rolle dazu: Mentalcoach. Gemeinsam wurden die vielen Gedanken sortiert – Schule, Freundschaften, Alltag und natürlich das Finalturnier. So wurde aus dem grossen Berg langsam ein überschaubarer Hügel.
«Weli Rolle hesch du i dim Team?»
«Mir müesse defensiv guet schaffe – u wenn sech ä Chance ergit, de o eis schiesse.»
Ein klarer Auftrag. Und das Vertrauen, dass jede Spielerin ihre Aufgabe kennt. Genau daraus entstand Ruhe und Fokus.
Am Freitagabend war dann trotzdem ans Einschlafen kaum zu denken: «Mis Härz gumpet wie wild.» Eine alte Atemübung half tatsächlich, die Nervosität etwas zu beruhigen. Am nächsten Morgen stand die Tasche längst bereit – inklusive Glücksbringer, Ersatzwäsche und Stock. Nur die Frisur musste vor der Abfahrt noch sitzen.
Schon bei der Ankunft in Seftigen war klar: Hier liegt etwas Besonderes in der Luft. Fahnen, Essensstände, aufgeregte Spielerinnen, engagierte Trainerinnen und Trainer sowie Autos aus der halben Schweiz sorgten für echte Finalturnier-Stimmung.
Und dann ertönte plötzlich über den Parkplatz:
«Ja ds Ooooberland, ja ds Ooooberland …»
Unsere Mädchen in den pinken Shirts machten unmissverständlich klar, wer zuhause ist.
Der Start ins Turnier war dennoch geprägt von Nervosität. Gegen Winterthur kämpfte das Team zunächst vor allem mit sich selbst. Pässe misslangen, Bälle versprangen. Trotzdem gelang am Ende ein 3:2-Sieg – und mit diesem Sieg verschwand auch die Nervosität.
Von da an lief es. Sieg um Sieg folgte, bis der Halbfinaleinzug feststand. Müde, aber glücklich ging es am Samstagabend nach Hause.
Am Sonntag war der Fokus endgültig da. Halbfinal. Keine Nervosität mehr – dafür volle Energie bis in die Zehenspitzen. Nach einem intensiven Spiel gegen die Nesslau Sharks stand der Finaleinzug fest.
Der Rest ist Geschichte.
Eine wunderschöne Geschichte, geschrieben von den Mädchen der Teams Niesen und Gantrisch, die während der ganzen Saison gemeinsam trainierten, sich gegenseitig unterstützten und am Ende zusammen jubelten. Ein Team, dem trotz aller Erfolge immer wichtig blieb, dass alle dazugehören.
Irgendwie schafften es die Mädchen sogar, dass Spielerinnen von Laupen und Interlaken-Wilderswil mit ihren Familien extra noch den Final schauen kamen, um UH BEO zu unterstützen.
Froue, dir sit super.
Herzliche Gratulation allen Spielerinnen und dem Trainerstaff zum verdienten Titelgewinn.
Autor: Dänu Luginbühl